Am 4.2.2004 wäre ein
wunderbarer Mensch 80 Jahre geworden. Viele Menschen, die ihn gut kannten,
denken nicht nur an diesem Tag an ihn, sondern ganz oft, in vielen
Situationen!
Fast 80 Jahre, äußerlich
unscheinbar, gebückt, so als wolle er sich klein machen – zeigen, daß er
doch gar nicht wichtig sei, so kennen ihn viele! Muß das nicht ein
wunderbarer Mensch sein, wenn so viele Menschen ihn sehr mochten, ja
geradezu verehrten!
Ich wurde gebeten
aufzuschreiben, wie ich ihn erlebt habe:
Seit 1969 kenne ich Kurt
Franke als einen freundlich grüßenden, bescheidenen Kollegen von dem ich
nur wußte, daß er ein anerkannter Ingenieur war „der was drauf hat“.
Seit ungefähr 2/03 bin ich
durch Zufall zum Zeichenkurs des Erfurter Seniorenclubs in der Hans-
Grundig- Straße gestoßen. Dort war er mein Lehrer bis zu seinem Tod im
Spätsommer 2003.
Herr Franke hat mit uns im
Winter Portraits, und Stilleben nach der Natur gezeichnet, im Sommer
zeichneten wir direkt in der Stadt z.B. im Hof des Volkskundemuseums. Ich
sehe ihn noch vor mir wie er, obwohl er körperlich doch schon so schwach
war, jedem ein Stiefmütterchen oder Tausendschönchen mitgebracht hat oder
Ananas, Äpfel, Radieschen, Erdbeeren damit wir echt nach der Natur und
nicht von Fotos zeichnen konnten. Sogar die liebe Enkeltochter stand für
uns Modell. Auf gar keinen Fall wollte er die Unkosten ersetzt haben.
Daß wir mit Freude zeichneten und unter seiner
Anleitung Fortschritte machten, war ihm genug. Er hat uns sachlich
angeleitet, nichts beschönigt, immer mutmachend auf ein höheres Malniveau
gebracht.